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Deutsche Geschichte (2. Teil): Vom Reich zur Nation

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01.03.2027 14:30 bis 05.03.2027 00:00

Die Geschichte Deutschlands ist gleichsam eine Geschichte Mitteleuropas. Im zweiten Teil unseres Kurses zur deutschen Geschichte blicken wir auf die Zeit zwischen 1648 (Westfälischer Friede) und 1918 (Ende des Ersten Weltkriegs). 

Mit dem Westfälischen Frieden wurden wesentliche verfassungsrechtliche und religiöse Streitfragen im Reich beantwortet. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation war politisch geschwächt und musste sich äußeren Bedrohungen durch Frankreich und dem Osmanischen Reich ebenso erwehren, wie den inneren Zentrifugalkräften. Der Verlauf des 30-jährigen Kriegs machte aber auch deutlich, dass die Leitdynastie nicht ausschließlich im Sinne des Reiches, sondern im Interesse des Hauses Habsburg regierte. Dieser Erkenntnis folgte eine zunehmende Emanzipation deutscher Fürsten - allen voran den Hohenzollern in Brandenburg-Preußen. 

Wir werden den Aufstieg Preußens und die Rivalität mit Österreich analysieren. Dabei werden wir auf die politische, philosophische und wirtschaftliche Dynamik blicken, die in der Kleindeutschenlösung 1866 kumulierte. 

Darüber hinaus untersuchen wir die Rolle Napoleon Bonapartes bei der Entwicklung eines deutschen Nationalbewusstseins. Die Verkennung dieses nationalen Bewusstseins im Wiener Kongress und in der Revolution von 1848 verhinderten scheinbar eine Nationalstaatsbildung von unten. Die Bismarck´schen Einigungskriege in den 1860er Jahren führten schließlich zur Einigung von oben und unter preußischer Vormacht. Die Ausformung des preußisch-deutschen Kaiserreichs endete schließlich krachend 1918 und ebnete den Weg in die erste deutsche Demokratie von Weimar.

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